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Briefe & Rezensionen

Wie zu einem Erlaubniszopf flicht dieses Buch drei große Lieben in meinem Leben

„Was ist denn mit dir los?“, fragt Adrian überrascht. Er sitzt mir in der Schnellbahn gegenüber. Täglich hat er das Cover von „Schafft euch Schreibräume!“ vor Augen gehabt, musste mich daran erinnern, dass wir aussteigen müssen. Nur als es mir einmal aus der Hand fiel, habe ich mich nicht einfach dazu gelegt um weiter zu lesen, sondern es mir aufheben lassen von einem freundlichen jungen Mann. Ich wollte, dass er es in Händen hält. Die wertvolle Energie des Buches soll sich auf ebenso wertvolle Menschen übertragen. Und tatsächlich hatte ich immer wieder mal den Eindruck in der U-Bahn oder auf dem Gehsteig – wo immer ich Halt machen musste um weiterzulesen – dass die Leute neugierig werden auf das auffallend rosa Buch. Normalerweise lese ich Bücher nur selten ein zweites Mal und schon gar nicht hintereinander. Bei „Schafft euch Schreibräume!“ wird das anders sein.

Wie zu einem Erlaubniszopf flicht es drei große Lieben in meinem Leben: Südengland, Schreibpraxis Amerika (in meinem Fall war es das MA-Studium New York) und Interesse daran, warum wir Frauen so oft fragen: „Darf ich das?“ UND ich bekomme eine schlüssige Erklärung dafür. Eine, die mir Erlaubnis erteilt, mich so fühlen zu dürfen aus der Geschichte der Frauen heraus und die mir nicht auch noch Druck macht schon weiter sein zu sollen. Als Mascherl am linken Zopf ist die Aufdröselung von Virginia Woolf. Als Mascherl am rechten Zopf nehme ich das Aussprechen, Ansprechen, Erfühlen ihres psychischen Zustandes und auch hier des genauen Hinschauens…..
(Um die ganze Rezension zu lesen, bitte hier klicken)

Eine Rezension von Schreibtrainer-Kollegin Gundi Haigner, geschickt an mich am 5. Mai 2018


Kraftvolle Ermutigung fürs eigene Schreiben

Darf ich genauso schreiben, wie es sich für mich richtig anfühlt? Darf ich mich zeigen, als Frau im 21. Jahrhundert, mit meinen Erfahrungen, meinen Gedanken, Wünschen und Ideen? Ja, dazu ermutigt mich dieses Buch.

Muss ich andere beurteilen lassen, ob ich das Recht habe, eine Autorin zu sein? Muss ich mich in deren Kategorien, wie Schreiben zu sein hat, pressen lassen? Nein, das muss ich nicht. Ich darf meine eigene Stimme finden. Ich darf so schreiben, wie es sich für mich richtig anfühlt. Und ich darf mir einen geschützten Raum dafür suchen oder schaffen, alleine oder gemeinsam mit anderen Schreibenden, so wie es mir entspricht.

Das Buch „Schafft euch Schreibräume!“ von Judith Wolfsberger ist ungewöhnlich. Es scheint in kein vorgefertigtes Schema zu passen, es ist eine Mischung aus verschiedenen Genres: Memoir, Reisebericht, Sachbuch und persönliches Statement. Und genau dadurch zeigt dieses Buch rollenvorbildmäßig auf, wofür es steht: dafür, unkonventionell sein zu dürfen, die eigene Schreibstimme entdecken und entwickeln zu dürfen und genau so zu schreiben, wie es für einen selbst authentisch ist. Dabei ist es aber auch noch fesselnd geschrieben – ich hatte das Gefühl, die Autorin auf ihre Reisen auf den Spuren Virginia Woolfs begleiten zu dürfen und es war spannend, ihre faszinierende Entwicklungsgeschichte mitzuerleben … zu spüren, wie sie geleitet durch ihre gedankliche Mentorin Virginia immer mehr in ihre eigene Kraft kommt und aus dieser neu gewonnenen Stärke heraus auch ihre Leserinnen bestärkt, sich Räume zu suchen für das eigene, authentische Schreiben. Nebenbei habe ich auch noch viel über die faszinierende Virginia Woolf und ihre Vision erfahren und Reisetipps für England bekommen … beides Themen, mit denen ich vor dem Lesen des Buches kaum Berührungspunkte hatte, für die mich dieses Buch aber begeistert hat.

Danke für dieses inspirierende Buch!

Eine Rezension von Lionessa, publiziert auf amazon am 16. April 2018


Liebe LeserInnen, ich freue mich auf eure Rückmeldungen zu meinem Buch unter

institutsleitung@writersstudio.at

Danke! Judith W.

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